Syrien: Friedensprozess in Gefahr

By on 28. Mai 2013
Claudia Hautumm / pixelio.de

World Vision, die internationale Kinderhilfsorganisation, zeigt sich enttäuscht über den Ausgang des EU-Gespräche in Brüssel, bei denen sich die Außenminister der EU-Staaten auf kein neues Waffenembargo gegen Syrien einigen konnten.

Nach zwölf Stunden Streit wurde das umkämpfte Waffenembargo gekippt, berichtet Focus online, demnach seien Waffenlieferungen an die Opposition nun Sache der nationalen Regierungen.

Ekkehard Vorberg, Experte für Friedensförderung bei World Vision, vertritt die Auffassung, dass Waffenlieferungen niemals eine Lösung seien. Erwartet hätte man die Aufrechterhaltung der Sanktionen bis zur, im Juni geplanten, Friedenskonferenz in Genf.

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Infografik zur humanitären Katastrophe und zur Verteilung der Flüchtlinge aus Syrien

Infografik zur humanitären Katastrophe und zur Verteilung der Flüchtlinge aus Syrien

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Gebt dem Friedensprozess eine Chance!“ fordert Forberg und äußert Unverständnis darüber, dass kurz vor der geplanten Syrien-Konferenz keine Einigung möglich war. Er weist darauf hin, dass Friedensverhandlungen immer ein langwieriger Prozess sind und es niemals innerhalb eines Tages Ergebnisse geben könne. Insofern könne das Ergebnis einer Friedenskonferenz für Syrien nur in einem Beschluss bestehen, ernsthafte und geheime Verhandlungen durchführen zu wollen. Wichtig sei auch, dass die syrische Regierung die Rebellen nicht mehr als Terroristen bezeichne, sondern als Verhandlungspartner anerkenne.

Beitragsbild: Claudia Hautumm  / pixelio.de

 

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