Nachhaltig erzeugt

By on 6. April 2014

Treibstoffe aus der Landwirtschaft schonen Ressourcen und Klima

(djd). Mit sogenannten Getreidebergen und Milchseen überschwemmten die EU-Länder in der Vergangenheit die Agrarmärkte vieler Entwicklungsländer. Mit dramatischen Folgen für deren regionale Märkte: Lokale Produkte waren gegen EU-Dumpingexporte nicht mehr konkurrenzfähig. Gemäß der Devise „Global denken, lokal handeln“ lässt sich statt der Lebensmittelüberproduktion in Deutschland und der EU hierzulande auch Raps für die Biokraftstoffproduktion anbauen.

Abhängigkeit von erdölexportierenden Ländern verringern

Dadurch können gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden. Schädliche Effekte auf die Lebensmittelmärkte des globalen Südens gehen zurück, da Agrarprodukte aus der heimischen Landwirtschaft auch im eigenen Land genutzt werden. Raps aus deutschem Anbau wird doppelt verwertet: Der größere Teil landet als hochwertiges Eiweißfutter im Stall, der kleinere Teil als Pflanzenöl in der Kraftstoffherstellung. Zugleich verringert ein höherer Biokraftstoffanteil die Abhängigkeit vom Erdöl, das in Deutschland nahezu vollständig importiert werden muss. Unter http://www.biokraftstoffverband.de gibt es mehr Hintergrundinformationen zum Kraftstoff aus landwirtschaftlicher Erzeugung.

Niedrige Emissionswerte

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Dass Biodiesel und Bioethanol nachhaltig erzeugt werden, dafür sorgen strenge gesetzliche Regeln. Laut Nachhaltigkeitsverordnung darf Biokraftstoff beispielsweise nicht von Flächen stammen, auf denen sich vorher Regenwald oder Torfmoore befanden. Zudem müssen seine Treibhausgasemissionen um 35 Prozent niedriger ausfallen als bei Erdölkraftstoffen. Berücksichtigt werden nicht nur die Emissionen am Auspuff des Fahrzeugs, sondern auch alle, die bei der Herstellung entstehen: beim Ackerbau, der Düngung, der Ernte, der Weiterverarbeitung und so weiter. Die Summe all dieser Emissionen wird aufaddiert und mit denen fossiler Kraftstoffe verglichen. In der Praxis dürften die Treibhausgasemissionen des Kraftstoffs vom Acker um 50 Prozent unter denen für erdölbasierten Treibstoff liegen und damit bereits heute die Werte erreichen, die ab 2017 Vorschrift werden sollen.

Garantiert gentechnikfrei (djd). Nur rund 40 Prozent des Rapses für die Biokraftstoffherstellung werden für den Tank verarbeitet, 60 Prozent landen als Eiweißtierfutter in der Nahrungsmittelerzeugung. Ohne „Biosprit“ müsste daher mehr Eiweißtierfutter importiert werden, beispielsweise in Form von Soja aus Südamerika. Dort ist die Wahrscheinlichkeit von Regenwaldrodung und Grünlandumbruch sehr groß. Zudem ist Raps aus Deutschland, anders als Soja aus anderen Weltregionen, garantiert gentechnikfrei. Mehr Informationen gibt es unter http://www.biokraftstoffverband.de.

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