Maklercourtage zahlt Auftraggeber

By on 9. Juni 2013
Olaf Scholz (1. Bgm Hamburg) bei seinem Beitrag zum Mietrecht

In Zukunft soll die Maklerprovision nur noch vom Auftraggeber nach dem Bestellerprinzip bezahlt werden, das sieht ein Gesetzentwurf der Länder vor, der in der vergangenen Woche vom Bundesrat verabschiedet wurde.

Wohnungssuchende kennen das Problem. Sie recherchieren selbst im Internet nach Ihrer Traumwohnung. Hat man sie dann endlich gefunden, muss man dem Makler oft hinterher laufen und zu guter letzt auch noch die Maklerprovision bezahlen, obwohl man ihn mit gar nichts beauftragt hat. Die Kosten für den Makler betragen bis zu zwei Monatsmieten zuzüglich Mehrwertsteuer. Wenn man dann noch die Mietkaution von bis zu drei Monatsmieten hinzurechnet, kommt man schon fast auf eine halbe Jahresmiete, bevor man die Wohnung bezogen hat.

Ein in der vergangenen Woche vom Bundesrat verabschiedeter Gesetzentwurf möchte damit, zumindest was die Maklergebühr anbelangt, Schluss machen. Demnach soll zukünftig die Maklerprovision nur noch nach dem Bestellerprinzip gezahlt werden. Das heißt, Wohnungssuchende müssten nur dann die Makler Courtage bezahlen, wenn sie selbst den Makler mit der Wohnungssuche beauftragt haben. Vereinbarungen, durch die der Mieter sich gegenüber dem Vermieter oder dem Makler verpflichtet, eine ursprünglich von der Gegenseite geschuldete Provision zu tragen, sollen unwirksam sein. Zudem sollen Maklerverträge nur noch in Textform geschlossen werden können.

Innerhalb von sechs Wochen muss der Entwurf nun dem Deutschen Bundestag vorgelegt werden.

Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gesetzes zur Regelung der Wohnungsvermittlung als PDF-Datei.

Beitragsbild:  Olaf Scholz (1. Bgm Hamburg) bei seinem Beitrag zum Mietrecht

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© Bundesrat / Frank Bräuer

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