Keine Alternative zum Netzausbau

By on 21. Mai 2014

Alternative Stromspeicher für die Energiewende sind noch nicht in Sicht

(djd). Elektrischer Strom ist die vielseitigste Energie, die wir kennen, und macht unsere hochtechnisierte Welt erst möglich. Die große Schwäche von Strom: Im Unterschied zu Kohle, Gas, Erdöl oder Holz lässt er sich nur lagern, wenn er in eine andere Energieform umgewandelt wird. Mit der Zunahme elektrischer Energie aus erneuerbaren Quellen verursacht diese Tatsache Probleme, denn Sonne und Wind richten sich nun mal nicht nach unseren Verbrauchsgewohnheiten. So sucht man heute in verschiedensten Richtungen nach Lösungen.

Auf der Suche nach überzeugenden Speicherlösungen

Pumpspeicherkraftwerke pumpen Strom den Berg hinauf in Wasserspeicher, wenn zu viel Sonnen- oder Windstrom im Netz ist. Bei Bedarf lässt man das Wasser wieder bergab stürzen und gewinnt Elektrizität aus Wasserkraft. Moderne Lithium-Ionen-Akkus sind nicht schlecht, kosten aber grob gerechnet zehnmal so viel wie der Strom aus der Steckdose, den sie während ihrer gesamten Lebensdauer aufnehmen und wieder abgeben können – ein teurer Spaß. Exotischere Ideen wie Druckluftspeicher in unterirdischen Kavernen oder kinetische Energie in Form von Schienenfahrzeugen, die man den Berg hinaufschiebt, erweisen sich bei näherer Betrachtung als „Tropfen auf dem heißen Stein“. Und die im Prinzip funktionierende Erzeugung brennbarer Gase mittels Elektrolyse hat nur einen bescheidenen Wirkungsgrad.

Energiewende ist ohne Kupfer nicht denkbar

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Um mehrtägige Flauten und sonnenlose Novembertage zu überbrücken, reicht keine der verfügbaren Techniken aus. „Soll die Energiewende gelingen, helfen nur drei Dinge: Vernetzen, vernetzen und nochmals vernetzen“, kommentiert Dipl.-Ing. Stefan Fassbinder vom Deutschen Kupferinstitut in Düsseldorf. Nur eine entscheidende Verstärkung des ohnehin bestehenden Verbundnetzes in Mitteleuropa gebe die Gewähr, dass Strom, egal wo er gerade im Überfluss zur Verfügung stehe, auch zum Verbraucher gelange. Die Energiewende, so Fassbinder, werde deshalb noch einige Millionen Tonnen Kupfer erfordern. Unter http://www.kupferinstitut.de gibt es mehr Informationen zum Thema.

Supraleiter als Hightechspeicher (djd). Supraleitende magnetische Energiespeicher machen sich die verlustfreie Stromleitung zunutze, die bei Temperaturen von 200 Grad unter null möglich ist. Sie lassen extreme Stromdichten zu, die je Quadratmillimeter etwa 100 bis 1.000 Mal so hoch wie auf bereits sehr gut leitendem Kupfer ausfallen können. Klingt im Prinzip gut. „Doch leider reicht auch das wieder nicht aus, um am Tage genügend Photovoltaikstrom zur Beleuchtung in der Nacht zu speichern“, betont Dipl.-Ing. Stefan Fassbinder vom Deutschen Kupferinstitut. Informationen gibt es unter http://www.kupferinstitut.de.

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