Forschungswende legt Forderungskatalog vor

By on 31. Mai 2013
Forderungen an die Wissenschaft

31.05.2013 (BUND / DNR / NABU)

Mit dem Ziel, eine transparente Forschungspolitik voranzubringen, haben heute, anlässlich der heutigen Tagung „Partizipation und Transparenz in der Wissenschafts- und Forschungspolitik“, BUND, DNR, und NABU einen vom Bündnis „Forschungswende“ erarbeiteten Zehn-Punkte Katalog vorgelegt, heißt es in der heutigen gemeinsamen Pressemitteilung der drei Verbände.

Mit rund 14 Milliarden Euro fördert die Bundesregierung jährlich Forschungsprojekte, die vor allem wirtschaftlichen Interessen dienen, heißt es in der Mitteilung. Bislang fehle aber eine Beteiligung der Zivilgesellschaft, was für eine transparente und nachhaltige Wissenschaftspolitik aber erforderlich wäre.


Nach Meinung von DNR-Präsident Hartmut Vogtmann müssten Natur- und Sozialwissenschaften stärker zusammenarbeiten, um gesellschaftliche Zukunftsthemen zu erforschen. Vogtmann fordert von dern Wissenschaftsministerien eine faire Beteiligung an der Formulierung von Forschungsprogrammen.

BUND-Worsitzender, Hubert Weiger appeliert an die Bundesregierung und das Forschungsministerium, ein öffentliches Wissenschaftsforum einzurichten, denn seiner Meinung nach fehle bei Fragen der Energie-, Agrar- und Mobilitätswende ein breiter gesellschaftlicher Konsens und auch Risiken und Kosten bestimmter Technologien, wie z.B. Kernfusion werden oft ausgeblendet.

Da nur ein gut finanziertes Wissenschaftssystem innovative und überraschende Ideen für eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung bereitstellen könne, fordert NABU-Präsident Olaf Tschimpke transparente Prozesse bei Auswahl und Inhalt und mehr Geld für soziale Forschungsansätze. So werde die Zivilgesellschaft künftig zu einem Bündnispartner der Wissenschaft, glaubt Tschimpke.

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Hier finden Sie die vollständigen Forderungen des Bündnisses und die aktuelle Liste der Unterzeichner.

 

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