Energie im Schwarm

By on 11. August 2013

Energiewende: Dezentrale Stromerzeugung muss effektiv koordiniert werden

(djd). Die deutsche Energielandschaft befindet sich in einem rasanten Wandel. Früher lieferten 400 bis 500 Großkraftwerke den Strom. Binnen kurzer Zeit sind etwa 1,3 Millionen dezentrale Kleinkraftwerke – Photovoltaikanlagen, Windräder und Blockheizkraftwerke – hinzugekommen. Und in Zukunft werden mit Elektroautos und neuen Batterietechnologien zudem Millionen dezentrale Speicher zur Verfügung stehen. Dieser rasant wachsende „Schwarm“ aus Minikraftwerken und Speichern muss im Einklang mit dem Stromnetz und dem Energiebedarf von Millionen Verbrauchern sinnvoll gesteuert werden.

„Betriebssystem“ für die dezentrale Energiewirtschaft

Unter dem Aspekt einer auch künftig sicheren und bezahlbaren Energieversorgung hat beispielsweise der Hamburger Ökostrom-Anbieter LichtBlick eine Software entwickelt, welche die intelligente Steuerung, Vernetzung und Optimierung dezentraler Kraftwerke und Speicher ermöglicht: den „SchwarmDirigenten“. „Unsere Software ist ein Betriebssystem für die Energiewende. Denn die Energiewelt wird nicht nur grüner, sondern auch kleinteiliger“, betont Gero Lücking, Vorstand Energiewirtschaft von LichtBlick. Erst im Schwarm könne diese neue, dezentrale Energielandschaft von morgen eine sichere Versorgung, stabile Netze und vor allem auch geringere Energiekosten für die Verbraucher garantieren.

Steuerung dezentraler Zuhause-Kraftwerke

Der „SchwarmDirigent“ wird derzeit bereits erfolgreich zur Steuerung von 700 dezentralen Zuhause-Kraftwerken eingesetzt. Diese von Volkswagen entwickelten Mini-Blockheizkraftwerke erzeugen im optimierten Betrieb Wärme für Gebäude und „SchwarmStrom“, der bedarfsgerecht ins Netz eingespeist wird. Die Anlagen sind so konzipiert, dass sie sich jederzeit an den „SchwarmDirigenten“ anbinden lassen. Im ersten Schritt können die Anlagenbetreiber dann online auf ihre Minikraftwerke zugreifen, um den Betrieb zu überwachen und Daten auszulesen. Mehr Informationen zu den Möglichkeiten dezentraler Energieversorgung gibt es unter http://www.lichtblick.de im Internet.

Sichere Stromversorgung

(djd). In Deutschland stehen genügend Technologien zur Verfügung, um auch bei hohen Anteilen von Wind- und Sonnenstrom eine stabile Energieversorgung sicherzustellen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundesverbands Erneuerbare Energie (BEE). Einen wichtigen Beitrag leisten dabei flexible, mit Gas betriebene Zuhause-Kraftwerke. Sie springen ein, wenn nicht ausreichend Wind- und Sonnenstrom erzeugt werden kann. Mehr Informationen zur Studie gibt es unter http://www.bee-ev.de, Informationen zum dezentralen Zuhause-Kraftwerk findet man unter http://www.lichtblick.de im Internet.

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