Elefantenmassaker im UN-Sicherheitsrat

By on 30. Mai 2013

29.05.2013 (WWF)

Anlässlich einer dringenden Sitzung des UN Sicherheitsrates zum Problem schwer bewaffneter Wildererbanden, die für Elefantenmassaker in Zentralafrika verantwortlich sind, ruft der WWF die internationale Staatengemeinschaft auf, Elefantenwilderei und Schmuggel von höchster Ebene aus zu bekämpfen.

Wilderei dezimiert nicht nur nachhaltig bedrohte Tierbestände, sie stellt auch eine Bedrohung für die Sicherheit afrikanischer Staaten dar. So hält der UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in einem aktuellen Bericht an den UN-Sicherheitsrat fest, „Wilderei und ihre Verbindungen zu kriminellen und sogar terroristischen Aktivitäten bedrohen massiv den nachhaltigen Frieden und die Sicherheit in einigen Staaten Zentralafrikas“. Dem Bericht zufolge sei der Handel mit illegalem Elfenbei eine wichtige Einnahmequelle für bewaffnete Gruppen.

Der dem UN-Sicherheitsrat vorgelegte Bericht zeigt die engen Verbindungen zwischen der Wilderei auf Elefanten, Waffenhandel und regionaler Instabilität in Teilen Afrikas. Besonders besorgt ist der UN-Generalsekretär, dass Wilderer immer stärkere und technisch ausgereiftere Waffen benutzen, von denen einige aus dem Revolutionskrieg in Libyen stammen.

Der UN-Bericht beschreibt den massiven Verlust in der zentralafrikanischen Elefantenpopulation im Laufe des letzten Jahrzehnts sowie Massenabschlachtungen von Elefanten, die sich kürzlich sogar in ausgewiesenen Schutzgebieten ereigneten. Die Elfenbeinjäger sind auch im Tschad, Kamerun der Zentralafrikanischen Republik und Gabun aktiv. Die Situation ist mittlerweile so ernst, so Ban Ki-moon, dass umfassende Militäraktionen nötig geworden sind, um die Wilderei zu bekämpfen. Der UN-Generalsekretär drängt die zentralafrikanischen Regierungen nun zu gemeinsamen und koordinierten Aktionen auf nationaler und regionaler Ebene.

Jim Leape, der Generaldirektor des WWF International, wird morgen zu Gesprächen mit dem gabunischen Präsidenten Ali Bongo Ondimba und dem Direktor der Afrikanischen Entwicklungsbank, Donald Kaberuka, im marokkanischem Marrakesch zusammen treffen – Thema ist ebenfalls der illegale Handel mit geschützten Arten und dessen Bedrohung der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung Afrikas.

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